TRB 271: Künstlereinkommen, Störer-WLANs, Regeners Rant, Schriftbau, Julia

06:52 Linktipps
10:44 Matthias Spielkamp über den Streit zwischen Musikpiraten und VUT
23:11 Jens Ferner erklärt, warum das St. Oberholz und andere Cafés kein offenes WLAN mehr haben
32:26 Warum Fritz Effenberger Sven Regeners Rant für mehr Urheberrecht für Unsinn hält
42:13 Jakob Runge (26+)gibt eine kleine Einführung in die Typographie (Anlässlich dieser Schrift)
53:56 Blogger privat: Julia Wohlgemuth ist  mit Schirm, Charme und Windeln unterwegs.

Musik: Zomblaze – Fokkthatrain (cc), Kinesthetiac – Memoryhouse / Bonfire (Kinesthetiac Remix) (cc), Talk Less, Say More – I Feel Like Making A Record (cc), Derek Clegg – Life Unfolds (cc), The 2000 – Lonely Night (cc), Wyn Davies – Money & Women ©, Seimei & Taimei – Mediterranean Blue (cc)

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2 Kommentare zu “TRB 271: Künstlereinkommen, Störer-WLANs, Regeners Rant, Schriftbau, Julia”


  • Die ganze Diskussion von wegen „Wir machen kein Geld mehr“ geht komplett an der Realität vorbei, dass Geld verlangen für eine bloße *Kopie* *Betrug* und ein *Verbrechen* ist, und schon immer war, weil keine echte Gegen-*Leistung* besteht. Leistung im physikalischen Sinne von „Da hat jemand (fürs Geld) gearbeitet“.

    Denn im Endeffekt, und das ist der Schlüsselpunkt hier, ist das Musikmachen, genau wie *alle* anderen Dinge die wir Menschen anbieten, eine *Dienstleistung*. Wir arbeiten. Das einzige was keine Dienstleistung ist, ist das was wir aus der Erde graben, oder aus der Wildnis ernten/jagen. Und von dem zu sagen, dass es irgendwem speziellen einfach „gehört“, ist ja nicht richtig. Denn es gehört uns allen. Und auch eine Pauschale dafür zu zahlen ist nicht richtig. Denn die Erde ist manchen mehr Wert als anderen.
    Und in der Praxis gräbt, jagt und erntet ja eh derjenige, der die (oder Freunde/Regierung mit den) größten Waffen hat. (Das nennt man dann „Besitz“)
    Also: Alles was wir je „gekauft“ haben, ist ein Stück Mutter Erde plus eine Kette von DIenstleistungen.

    Und genau wie ein Handwerker, oder jeder andere Arbeiter, wird man für eine Dienstleistung nur *einmal* bezahlt. Weil man ja auch nur einmal *arbeitet*.
    Urheberrecht dagegen, will hingehen, und das Recht auf endlose Bezahlung der immer gleichen einmaligen Dienstleistung festsetzen. Also so tun, als sei die bloße Kopie tatsächlich etwas Wert.
    Das ist ganz klar Betrug.

    Das Copyright, was man auf garkeinen Fall mit dem Urheberrecht verwechseln darf, ist noch schlimmer.
    Da es verlangt, dass das Geld nicht an den Urheber, sondern an seinen *Verlag* (sein Label) ausgezahlt wird. Es ist ein Verlagsrecht.
    Und davon kommt dann im Normalfall irgendwas zwischen 3,5% und Null Euro Null-Komma-Null beim Künstler an.
    Eine Katastrophe für die Künstler also. Weil es das Label zum Lehnsherren macht.
    (Was nebenbei so einen Hass auf Labels gebildet hat, dass *natürlich* jetzt jeder hingeht, und die Labels zu Grabe trägt, wo er nun endlich frei von seinem Sklaventreiber sein kann.)

    Auch wenn ignorante und dumme Menschen wie Herr Regener das praktischerweise bewusst verschweigen/ignorieren, wollen wir doch alle, dass die Künstler, deren Werke wir mögen, auch was dafür bekommen, was sie *geleistet* haben.
    Wir wollen aber auch was dafür *haben*. Eine echte *Leistung*.
    Darum geht es hier! Wir lassen uns den Beschiss nicht mehr gefallen… weil wir es nicht mehr müssen!

    Künstler stört die ganze Änderung deswegen so wenig, weil sie sowieso schon mir „Platten“ und der Gema kein nennenswertes Geld machen. Das Geld wird schon immer mir zwei Dingen gemacht: Konzerte und Merchandising.
    Also wie man sieht: Da, wo echte Gegenleistung besteht.
    Heute natürlich mehr denn je.

    Wir sollten die Diskussion mal dahin verlagern, wo Dienstleistungsmodelle auch für geistige Werke wieder in den Vordergrund rücken, in dem sie es für alle ehrlich verdienten Berufe schon immer waren.
    Und in der die Medienindustrie (nicht zu verwechseln mit der Künstlerindustrie), inklusive Leuten wie Regener, nichts weiter ist, als gierige organisierte Kriminalität, die ihr Betrugs-Geschäftsmodell durch die Realität bedroht sieht, jetzt Panik schiebt, und daher härter mit der Peitsche auf das tote Pferd schlagen will.

    Doch wie heisst es in einer alten Weistheit der Dakota-Indianer so schön: „Wenn dein Pferd tot ist, steig ab.“ :)

  • Ähäm. Ich schätze mal, unter »Anlässlich dieser Schrift« sollte ein Link liegen. Macht er aber nicht. Ich bitte um Nachreichen des Links ; )

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